Einen wunderschönen guten Morgen!
Der Mai gilt als Startschuss für eine farbenfrohe Gartensaison und mit ersten warmen Sonnenstrahlen die ideale Zeit um den Sommer zu empfangen. Ein gepflegter Garten ist ein Ort der Entspannung und Erholung, doch dafür sind noch einige Arbeiten zu erledigen, um deinen grünen Rückzugsort optimal für die warmen Monate vorzubereiten.
Nach dem Winter ist der Rasen vermutlich in einem weniger als perfekten Zustand. Der Mai ist der ideale Monat um mit der Pflege zu beginnen, am besten, wenn es schon Anfang des Monats passiert ist. Zuerst wird gemäht, doch die Schnitthöhe sollte nicht zu niedrig sein, um das Grün nicht zu sehr strapazieren. Anschließend wird vertikutiert, um Moos und Rasenfilz zu entfernen, damit die Wurzelstruktur verbessert wird. Nach dem Vertikutieren wird der Rasen gedüngt, damit er kräftig und gesund wächst. Wenn das Wetter wärmer wird, kommen auch die Schädlinge. Frühes Eingreifen kann verhindern, dass sich Schädlinge ausbreiten und großen Schaden anrichten. Klebrige oder gekräuselte Blätter sind häufig ein Hinweis auf Blattläuse und nahezu alle Pflanzen, ob Gemüse- oder Zierpflanzen können befallen werden. Bei einem geringen Befall reichen oft Hausmittel wie Seifenlauge, ein Brennesselsud oder schwarzer Tee, doch wenn der Befall zu stark ist helfen nur noch Pflanzenschutzmittel.
Eine weitere weniger unerfreuliche Begleiterscheinung ist das Unkraut in den Fugen von Gehwegplatten oder in der Hauseinfahrt. Eines der einfachsten und schnellsten Hausmittel ist kochendes Wasser, das direkt auf die unerwünschten Pflanzen gegossen wird. Die extreme Hitze tötet das Unkraut bis in die Wurzeln ab. Doch man sollte vorsichtig sein, um die umliegenden Pflanzen nicht zu schädigen. Wer im Garten noch keine Regentonnen aufgestellt hat, sollte das spätestens im Frühling tun. Meine Tonnen sind nach den anhaltenden Regenfällen gut gefüllt und es müsste für einige Zeit ausreichen. Das Gemüsebeet, die Sommerblumen als auch die schönen Stauden sollten keinesfalls mit Trinkwasser gegossen werden. Einerseits weil die Wasserhärte den Pflanzen nicht so gut bekommt wie Regenwasser, anderseits, weil Trinkwasser eine wertvolle Ressource ist, die in trockenen Sommern immer knapper wird.
Ein weiteres Hilfsmittel gegen die Trockenheit ist eine Mulchschicht in den Beeten. Mulch speichert nicht nur die Feuchtigkeit, sondern unter ihr sterben auch unerwünschte Beikräuter. Viele Jahre habe ich auf Rindenmulch gesetzt, doch er senkt den Boden-pH Wert ab und ist für die meisten Sonnenanbeter die falsche Wahl, auch wenn es im Beet einen gepflegten Eindruck macht. Auch junge Pflanzen sind noch empfindlich und nehmen durch die vielen Gelbsäuren, die in den Rindenstücken enthalten sind, schnell schaden und gehen im schlimmsten Fall ein. Ich persönlich rate zu Rinderhumus, der ist schon verrottet und entzieht dem Boden keinen Stickstoff mehr.
Nach der Schnecken-Invasion 2024 muss man auch dieses Jahr wieder mit vielen Schnecken rechnen. Sieht der Salat aus wie Schweizer Käse, dann wird schnell klar – Schnecken im Garten!! Dabei sind es überwiegend Nacktschnecken, die den mit Liebe gepflegten Garten erobert und kahl fressen. Doch was soll man tun, um der Schneckenparty ein Ende zu setzen. Absammeln von Schnecken spätabends ist eine bekannte und wirksame Methode, man sollte sie nur nicht in Nachbars Garten werfen, denn meist kommen sie zurück. Schnecken mögen es feucht und sie sind vor allem Abends aktiv. Daher ist es sinnvoller die Pflanzen frühmorgens zu gießen, den feuchte Erde wirkt für Schnecken wie eine Einladung zur Salatparty. Ob nun Kaffeesatz Schnecken besonders abschreckt? Bin mir bei dieser Methode nicht ganz so sicher und setze dafür lieber Pflanzen die von ihnen gemieden werden. Dazu gehören Rosen, Akelei, Storchschnabel oder Frauenmantel. Auch von der fleischigen Fetthenne bleiben Schnecken fern und Lavendel oder Zitronenmelisse haben ein intensives Aroma, das die Schnecken abschreckt. Zu den Lieblingsspeisen der Schnecken gehören Dahlien, insbesondere den frischen Austrieb, Tagetes, Astern, Sonnenblumen, zarte grüne Salatblätter oder Funkien um nur einige zu nennen. Besondere Vorsicht von vielen bekannten Lockmittel wie Bierfallen oder Katzenfutter ist geboten. Diese helfen zwar, ziehen aber schnell die Schnecken aus der Nachbarschaft an. Es sei denn, man möchte dem Nachbarn etwas Gutes tun und ihre Beete von Schnecken befreien. Dann könnten diese Schneckenfallen wahre Wunder bewirken.
Wünschen euch einen schönen Sonntag!